Auszeichnung für Forschung zu Nerventumoren
Die Ursula-und-Werner-Schanne-Stiftung setzt ein klares Zeichen für medizinischen Fortschritt: Mit einer Förderung in Höhe von 13.000 Euro unterstützt die Stiftung ein Forschungsprojekt von Dr. Dörthe Keiner an der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums des Saarlandes. Ziel der Arbeit ist die vertiefte Untersuchung sogenannter peripherer Nerventumoren bei Kindern und Jugendlichen – eine seltene, medizinisch anspruchsvolle Tumorform, die betroffene Familien oft vor große Herausforderungen stellt. Diese Förderung steht exemplarisch für den Stiftungszweck: seltene Erkrankungen sichtbar machen, Forschung ermöglichen und langfristig neue Perspektiven für Patientinnen und Patienten schaffen.
Warum diese Forschung wichtig ist
Periphere Nerventumoren gehören zu den seltenen Tumorarten. Sie entstehen an den Hüllstrukturen von Nerven und können im gesamten Körper auftreten – etwa im Kopfbereich, an der Wirbelsäule oder an Armen und Beinen. Häufig sind sie gutartig, dennoch können sie in einzelnen Fällen schwerwiegende Verläufe verursachen: Schmerzen, neurologische Einschränkungen oder wiederkehrendes Tumorwachstum stellen Betroffene und behandelnde Ärztinnen und Ärzte vor große Herausforderungen.
Ein zentrales Problem ist bislang die fehlende Möglichkeit, verlässlich einzuschätzen, welche Tumoren sich aggressiv entwickeln könnten. Genau hier setzt das Forschungsprojekt an.
Das Forschungsprojekt von Dr. Dörthe Keiner
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der sogenannte ERBB2-Rezeptor – ein Wachstumsrezeptor, der eine wichtige Rolle bei Zellteilung und Tumorwachstum spielen kann.
Das Forschungsprojekt sieht vor, operierte Nerventumoren systematisch auf das Vorhandensein und die Ausprägung dieses Rezeptors zu analysieren. Ziel ist es, Unterschiede zwischen verschiedenen Tumorarten sichtbar zu machen und besser zu verstehen, welche genetischen Muster mit einem ungünstigen Verlauf zusammenhängen könnten.
Die langfristige Hoffnung:
➡️ individuellere Diagnostik
➡️ zielgerichtete Therapieansätze
➡️ bessere Prognosen für junge Patientinnen und Patienten
Forschung fördern heißt Zukunft gestalten
Die Förderung ist mehr als eine finanzielle Unterstützung. Sie steht für ein klares Selbstverständnis der Stiftung: Forschung braucht Mut, Ausdauer und Menschen, die bereit sind, neue Wege zu ermöglichen.
Die Universitatsklinikum des Saarlandes bietet hierfür ein starkes wissenschaftliches Umfeld. Durch die Zusammenarbeit von Klinik, Forschung und Stiftung entsteht ein Netzwerk, das Wissen bündelt und medizinische Innovation gezielt voranbringt.
Die Stiftung: Engagement aus persönlicher Überzeugung
Die Ursula-und-Werner-Schanné-Stiftung wurde gegründet, um die Erforschung seltener Krankheiten nachhaltig zu unterstützen. Ausgangspunkt waren persönliche Erfahrungen mit bislang unerforschten Erkrankungen – Erfahrungen, die den Wunsch geweckt haben, anderen Betroffenen Hoffnung zu geben und Forschung aktiv voranzutreiben.
Mit der Förderung von Dr. Dörthe Keiner unterstützt die Stiftung bereits das dritte Forschungsprojekt in diesem Bereich – ein deutliches Zeichen dafür, dass langfristige Förderung echte Wirkung entfalten kann.






















Unser Dank und unser Ausblick
Wir gratulieren Dr. Dörthe Keiner herzlich zu dieser Auszeichnung und danken allen Beteiligten, die diese Forschungsarbeit möglich machen. Jede neue Erkenntnis kann ein Schritt hin zu besseren Behandlungsmöglichkeiten sein – insbesondere dort, wo Erkrankungen selten sind und Wissen noch begrenzt ist.
Die Stiftung wird auch künftig gezielt Projekte unterstützen, die wissenschaftliche Neugier mit dem Ziel verbinden, das Leben von Betroffenen spürbar zu verbessern.
Gemeinsam Forschung stärken
Wenn Sie mehr über die Arbeit der Stiftung erfahren oder unsere Projekte unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihr Interesse. Denn Fortschritt beginnt immer dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen – für Wissen, für Zukunft und für andere.
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